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Festivals / Wacken Open Air 2012 /



Wacken Open Air 2012

Als wir zum diesjährigen Wacken Open Air aufbrachen ahnten wir noch nicht im geringsten was uns in diesem Jahr alles erwarten sollte. Auch wenn der Wetterbericht nicht gerade rosig aussah rechneten wir doch mit dem alljährlichen Glück das wir schon seit vielen Jahren immer wieder hier erleben durften.  Im Gegensatz zum letzten Jahr schafften wir es dann auch unsere Zelte und unseren Pavillon im trockenen aufzubauen. Da wir auf Grund unser späten Anreise einen ziemlich abgelegenen Campingplatz bekommen hatte hieß es erst einmal Wasser schleppen, bevor die erste Flasche Bier geöffnet wurde und das Festival 2012 in aller Ruhe starten konnte.
Da wir auf Grund des andauernden Regens unsere teuren Kameras nur sehr wenig mit auf das Festival Gelände genommen haben ist unser Bericht dieses Jahr leider ein wenig stärker in Worte und nicht in Bilder gepackt. Der geneigte Leser möge uns dies verzeihen, mit solch extremen Wetter hatte aber keiner von uns in diesem Jahr gerechnet.

Donnerstag

Mit der für uns ersten Band des Tages eröffneten wir das Wacken Open Air 2013, mit SEPULTURA, die mit der der französischen Percussion Band LES TAMBOURS DU BRONX auftraten.
Ein wirklich gelungener Auftritt, vor allem bei den doch sehr rhythmischen Songs von Sepultura wie ‚Refuse - Resist´, ‚Territory´ oder dem zum Abschluss gespielten ‚Roots Blody Roots´. Gemischt mit eigenen Songs der Franzosen ergab sich ein wirklich gelungenes Set, das durchweg von richtig guter Stimmung geprägt war. Da konnten auch die unbekannteren Songs keinen Abbruch tun. Als kurz vor Schluss noch der Klassiker ‚Firestarter´ von THE PRODIGY erklang gab es wenig halten für die Massen. Einfach genial dieses Lied von den Thrash Göttern SEPULTURA und einer so begnadeten Percussion Band wie Band LES TAMBOURS DU BRONX zu hören. Dank der immer abwechselnden Soloparts und den gemeinsamen Stücken ließ dieser Auftritt das Festival für uns perfekt beginnen.

Setlist SEPULTURA und LES TAMBOURS DU BRONX:
Mixture
Refuse/Resist
Sepulnation
Kairos
Mask
Dialog
We´ve Lost You
Structure Violence
Requiem
Fever
Firestarter
Territory
Ratamahatta
Roots Bloody Roots

Als Kontrastprogramm entschlossen wir uns dieses Mal endlich auch die WACKEN FIREFIGHTERS anzusehen. Auch wenn wir nun wirklich keine Fans der klassischen Blasmusik sind, so gehört dieser kultige Auftritt einfach mit zu diesem Festival. Dass wir die Jungs und Mädels am Samstagmorgen noch ein wenig besser kennenlernen sollten, das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es ist einfach faszinierend den Massen zuzusehen, wie schon nach kurzer Zeit die Stimmung auf dem Höhepunkt ist, die Harre zu fliegen beginnen und die ersten Crowdsurfer weitergereicht werden.
Da ich persönlich absolut nicht auf die Klänge von UDO DIRKSCHNEIDER stehe führte mich der Weg nach ein paar Bierchen am Campingplatz in die dieses Jahr zum ersten Mal außerhalb des Hauptgeländes gelegene Wet Stage. Ein riesen Vorteil, da durch diese Verlegung der Ein- und Auslassstrom am Haupteingang deutlich entspannter ablaufen konnte. Ein wenig schade allerdings, da so die ohnehin schon weiten Wege auf dem Festivalgelände noch einmal deutlich länger wurden. Erstaunt über die Größe des diesjährigen Zeltes freute ich mich auf die aus Taiwan stammenden Black Metaller CHTHONIC. Ordentlich gefüllt war die Stimmung schon nach kurzer Zeit richtig gut. Einziges Manko war in meinen Augen die doch sehr kurze Spielzeit der Asiaten. Mit nur 35 Minuten bleib nach dem Intro gerade einmal Zeit für sechs weitere Songs. Da die Band vor allem durch den Einsatz einer chinesischen Röhrenspießgeige, einer Erhu einen ganz besonderen, leicht asiatisch anmutenden Sound hat machte es mir umso mehr Spaß diesem äußerst abwechslungsreichen Auftritt zuzusehen. Der gesamte Auftritt spiegelte wunderbar die Professionalität dieser schon seit 17 Jahren aktiven Band wieder und wurde nicht zuletzt durch den Anblick von Doris Yeh, der bildhübschen Bassistin der Band abgerundet. Eine zusätzlich sehr gelungenen Überraschung stellte auch der Gastauftritt des TURISAS Geiger Oli Vänska dar, der gemeinsam mit CHTHONIC deren Song ‚Broken Jade´ performte.

Setlist CHTHONIC:
The Island
Oceanquake
Southern Cross
Forty-Nine Theurgy Chains
Quell The Souls In Sing Ling Temple
Broken Jade
Takao

Auch wenn man SAXON nun schon so oft in Wacken gesehen hat, so wirklich vorbei kommt man an ihren Auftritten eigentlich nicht. Standesgemäß starteten die Briten auch dieses Jahr ihren Bühnengang mit mächtig viel Rauch und dem obligatorischen ‚Heavy Metal Thunder´. Schön an diesem Auftritt war für mich vor allem das man nur wenig neuere Songs spielte und sich voll und ganz auf die echten Klassiker dieser Band konzentrierte. Sänger Biff war energiegeladen wie selten, sprang über die Bühne und zeigte sich in blendender Sangeslaune. Geprägt wurde der Auftritt durch einen Haufen an Mitsingspielchen, die mir persönlich nicht wirklich zusagen, allerdings beim gesamten Publikum schon mächtig für Stimmung sorgten. Nach der Androhung das die Band mit Sicherheit ihr letztes Konzert in Wacken - vermutlich irgendwann im Jahre 2045 spielen würde kam bei mir allerdings dann doch die Meinung auf das diese Band vielleicht doch dazwischen einmal ein paar Jährchen den Wacken Turnus auslassen sollte. Insgesamt ein sehr routinierter aber guter Auftritt, nichts anderes hätte man erwartet.

Setlist SAXON:
Heavy Metal Thunder
Hammer of the Gods
Power and the Glory
20,000 Ft
Never Surrender
Dogs of War
Motorcycle Man
I´ve Got to Rock (To Stay Alive)
Crusader
Rock the Nations
Battalions of Steel
The Eagle Has Landed
Wheels of Steel
To Hell and Back Again
Denim and Leather
Strong Arm of the Law
747 (Strangers in the Night)
Princess of the Night


Es ist selten das ich mir einen Auftritt freiwillig von möglichst weit hinten oder der Seite ansehe. Bei dem Auftritt von VOLBEAT an diesem Abend tat ich es. Zum einen freiwillig, da ich den Hype um die Dänen nicht so wirklich nachvollziehen kann, zum Anderen da es fast schon unerträglich voll vor den Bühnen war. Man hatte fast den Eindruck, dass die gesamten Festivalbesucher sich diesen Auftritt ansehen wollten. Schon beim Opener ‚The Human Instrument´ begann die vor der Bühne versammelte Meute ihre Band zu feiern. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit solch eine Masse in Bewegung gesehen, so viele Crowdsurfer. VOLBEAT zeigten ganz klar, warum sie nun schon fast zum Wacken Inventar gehören. Nachdem die Dänen in diesem Jahr nur in Nordamerika unterwegs waren taten sie auf der Wacken Bühne, dem einzigen Auftritt in Europa, ihr Bestes um den angereisten Fans so richtig einzuheizen. Nach dem "Fallen" wie üblich Sänger Michael Poulsens verstorbenem Vater gewidmet wurde gab es noch eine Reihe Gestauftritte die sich sehen lassen konnten. KING DIAMOND-Gtarrist Michael Denner gesellte sich zu seinem ehemaligen Bandkollegen Hank Shermann, KREATORs Mille Petrozza gab sein Bestes zum Gesangspart von ‚7 Shots´. Zu ‚16 Dollars´ kam Jakob Øelund als Kontrabassunterstützung dazu und als letzter Special Guest durfte Barney Greenway von NAPALM DEATH zu, "Evelyn" seine Stimmbänder erklingen lassen.

Setlist VOLBEAT
The Human Instrument
Guitar Gangsters & Cadillac Blood
Another Day, Another Way
Sad Man´s Tongue
A Moment Forever / Hallelujah Goat
Mary Ann´s Place
Who They Are
Fallen
7 Shots
Heaven nor Hell
16 Dollars
Radio Girl
Sweet Unicorns
Evelyn
The Mirror and the Ripper

A Warrior´s Call
I Only Want to Be with You
Pool of Booze, Booze, Booza
Still Counting
Raining Blood

Freitag

Nachdem der erste Teil des Katers vom Vortag so langsam wieder mit einem neuen Bier besiegt war wurde es Zeit sich um 11 Uhr zu ENDSTILLE zu begeben.
Auch wenn diese Zeit nicht so wirklich zur Musikrichtung der Band passte machten die Kieler Jungs das Beste daraus. Ich persönlich finde es bei Black Metal Bands immer wieder schade, wenn deren Auftritte zu früh am Tag stattfinden. Für meine Begriffe lebt deren Show sehr oft von den entsprechenden Lichteffekten und der Pyroshow. Beides hat am hellen Tage leider wesentlich weniger an Reiz, als in der Dunkelheit. Auf Grund der frühen Stunde blieb ENDSTILLE nichts anderes übrig als das Beste aus der Situation zu machen. So wurde kurzerhand der Song ‚Frühlingserwachen´ in ‚Frühstückserwachen´ umgetauft und der Menge Kaffee angeboten, den es dann leider - aus verständlichen Gründen - doch nicht gab. Insgesamt kann man sagen dass die Band langsam aber sicher wieder zu einer Einheit zusammengewachsen ist. Vor allem ist dies bei Sänger Zingultus sichtbar. Wesentlich geschmeidiger und sichere in seinen Bewegungen steuerte er die Band aus dem Norden Deutschlands gekonnt durch ihr Set. Wenn auch viel vom Endstille Set recht bekannt und schon öfter gesehen war, so war der Auftritt der Gasmaskentragenden Fahnenträger zu ‚Satanarchie´ schon etwas Besonderes, deftig und martialisch. Für mich einer der guten Auftritte auf dem Wacken Open Air 2013, wenn ich mir auch eine spätere Stunde dafür gewünscht hätte.

Setlist ENDSTILLE:
Dominanz
Endstilles Reich
Satanarchie
When Kathaaria Falls
World Aflame
Frühlingserwachen
Anomie
Navigator

Ein Kontrastprogramm der anderen Art fand dagegen im Biergarten statt. Die vielen aus der nervigen Fernsehwerbung bekannten SANTIANO versuchten dort einige ihrer Stücke zum Besten zu geben. Für meine Begriffe ein absoluter Griff ins Klo, wenn ich Schlager mit Mittelalter kombiniert sehen möchte, dann gehe ich garantiert auf ein anderes Festival. Na ja, wenn die Plattenfirma eben genug Geld hat, dann ist - siehe Fernsehwerbung - halt so manches möglich. Für uns war es eher Zeit sich ein wenig auf dem Campingplatz in die Stühle zu setzen und das am Morgen frisch angezapfte Coolkeg Bierfass ein wenig weiter zu leeren.

Äußerst gespannt war ich dafür auf den kommenden SACRED REICH Auftritt. Trotz der durch den regen schon mächtig aufgeweichten Böden ist die True Metal Stage noch erstaunlich gut zu erreichen, was sicher nicht zuletzt am recht kurzen Weg dorthin lag. Trotz allen, wer keine guten Stiefel mit auf diesem Festival hatte, der war spätestens ab diesem Zeitpunkt scher damit beschäftigt seine Schuhe halbwegs trocken zu erhalten. Die beinahe nur aus Klassikern bestehende Setlist entschädigte den geneigten Thrash Fan allerdings für jegliche Unannehmlichkeiten. Es machte einfach Laune diesem Urgestein der Musikgeschichte zuzusehen, immer wieder mit  den Dankesbezeugungen von Basser Phil Rind überschüttet. Einziges Manko dieses Auftritts war in meinen Ohren der viel zu basslastige Sound, der dafür sorgte dass so manches Gitarrenriff schlichtweg im Trommehagel unterging. Die den ganzen Auftritt über perfekte Stimmung vor der Bühne gipfelte dann zum Schluss noch in einem nicht gerade kleinen Circle Pit direkt vor der Bühne, passend zum, letzten Song ‚Surf Nicaragua´. Auch wenn der Auftritt keine wirklichen Überraschungen mit sich brachte, Spaß hat er allemal gemacht!

Setlist SACRED REICH:
Death Squad
Love.. Hate
Administrative Decisions
I Don´t Know
One Nation
Ignorance
The American Way
Crimes Against Humanity
Who´s To Blame
Independent
War Pigs (Black Sabbath Cover)
Surf Nicaragua

Auf Grund des langsam aber sicher immer heftiger werdenden Wetters - ich habe glaube ich noch nicht einmal in Afrika zur Regenzeit dermaßene Sturzbäche von Regen vom Himmel kommen sehen - begaben wir uns kurzfristig zu unserem Zelt um unseren Pavillion am Davonfliegen zu hindern. Der stärkste Regen, den ich bis dato in Wacken erlebt hatte ergoss sich über unsere Zelte und wir waren nicht wirklich undankbar das wir nicht auf dem freien Festivalgelände waren. Sehr schade, denn allzu gerne hätte ich mir OVERKILL noch einmal angesehen. Angesichts der vom Himmel zuckenden Blitze erwies sich allerdings die Entscheidung nicht den langen Weg auf das Festivalgelände zu gehen als mehr als clever. Dank dieser Entscheidung konnten wir sowohl unseren Pavillon, als auch de der Nachbarn vor dem davonfliegen retten und regelmäßig von den wahren Wassermassen befreien.
Nachdem der erste große Guss allmählich verebbte war es Zeit für uns ein wenig nach Wacken hineinzulaufen und uns seit langem einmal wieder im Dorf umzusehen. Da wir definitiv nicht die Einzigen waren, die auf diesen Gedanken angesichts des Wetters gekommen waren entspannten wir uns bei ein paar Dosen Bier auf dem Hinweg in netter Gesellschaft und machten es uns nach einem ausgiebigen Bummel durch das Dorf wieder am Zeltplatz gemütlich, dessen Boden deutlich mit den Wassermassen der letzten Stunden zu kämpfen hatte.

Pünktlich zum Auftritt von OPETH öffnete der Himmel allerdings wieder seine Schleusen. Irgendwie lästig, aber auch passend zum Auftritt dieser genialen Band. Mit ‚The Devil´s Orchard‚ eröffneten die Schweden um Sänger Mikael Ihr geniales Set. Nach einer Entschuldigung für das schlechte Wetter schaffte es die Band allerdings recht schnell das man Selbiges vergessen konnte. Gefangen von den genialen Kompositionen verging die Zeit wieder einmal wie im Fluge und nach gerade einmal sieben Liedern zeigte sich auch langsam schon wieder die Sonne am Himmel. Eigentlich komisch, im Nachhinein betrachtet hätte es nur wenig besseres Wetter für diesen Auftritt geben können. Erwähnenswert ist auch noch die gewohnt gute Kommunikation der band mit dem Publikum, die zeigte das man durchaus auch einmal über sich selbst lachen kann. Denn wenn OPETH über nach einem Gruß an die Scorpions eine 25 minütige Version von ‚Wind Of Change´ in Betracht ziehen, dann kann das hoffentlich nur ein Anflug von Ironie sein…

Setlist OPETH
The Devil´s Orchard
I Feel the Dark
The Lines in My Hand
Heir Apparent
Demon of the Fall
The Grand Conjuration
Deliverance

Pünktlich zum Highlight des heutigen Abends und in meinen Augen auch des Festivals stoppte der Regen zum Auftritt von DIMMU BORGIR.
Hatte ich die Norweger schon oft live gesehen, so war es das erste Mal das ich sie auf einem Festival zusammen mit einem riesigen Orchester erleben durfte. Die gesamte Bühne war mit den Chormitgliedern komplett gefüllt und nur ein relativ schmaler Streifen blieb der Band an sich zum Handeln. Schon beim Opener ‚Xibir´ merkte man die der schon von Beginn an gute Sound noch einmal nachgeschraubt wurde und so ab dem zweiten Stück, ab ‚Born Treacherous´ einfach nur genial war vor der Bühne. Genial an dem gesamten Auftritt war allerdings nicht nur der glasklare Sound, auch der Kontrast der DIMMU BORGIR typisch gekleideten  Bandmitglieder zu den Orchestermusikern hätte nicht größer sein können. Es machte einfach unheimlich Spaß sich dieses Spektakel anzusehen, das immer wieder von fantastischen Pyroeffekten gekrönt wurde. Ich bin der Meinung, dass noch keiner dieser klassischen Musiker so etwas selbst einmal live auf der Bühne erlebt hatte. Ein wenig schade war das die Songauswahl natürlich vor allem Songs des aktuellen Albums ‚Abrahadabra´ enthielt. Allerdings auch nicht wirklich verwunderlich, denn ist ja schon das Album mit einem großen Orchester an vielen Stellen eingespielt worden. Mein persönliches Highlight der Show wurde mir dann mit dem hypergenialen Song ‚Kings Of The Carnival Creation´ präsentiert, der in dieser fast epischen Version absolut genial war.
Highlight für die versammelten Massen war natürlich als kurz vor Schluss die ersten Klänge von ‚Mourning Palace´ zu hören waren und das gesamte Publikum in lauten Jubel ausbrechen ließen. Nicht zu vergessen natürlich auch der wunderbare Gastauftritt von DJERV Sängerin Agnete Kjølsrud beim Song ‚Gateways´. Dank ihrer fantastischen Stimme und ihrer Ausstrahlung ein weiterer echter Höhepunkt dieser Show.

Setlist DIMMU BORGIR:
Xibir
Born Treacherous
Gateways
Dimmu Borgir
Chess With the Abyss
Ritualist
A Jewel Traced Through Coal
Eradication Instincts Defined
Vredesbyrd
Progenies Of The Great Apocalypse
The Serpentine Offering
Fear And Wonder
Kings Of The Carnival Creation
Puritania
Mourning Palace
Perfection Or Vanity


IN FLAMES waren für mich nun die letzte Band des Tages, die ich mir unbedingt noch ansehen wollte. Trotz nasser Schuhe konnte ich mir dieses Spaktakel nicht entgehen lassen. Und vorweg gesagt ich wurde nicht enttäuscht.
Nach dem Intro "Jester`s Door" starteten die Schweden gleich in die Vollen mit dem genialen Cloud Connected" und wurden dafür von ihren äußerst zahlreich anwesenden Fand von Beginn an kräftig gefeiert. Das geniale dabei war nicht nur der gewohnt gute Sound und die vor Spielfreude strotzende Performance, dieses Mal kann zusätzlich eine absolute Wahnsinns-Bühnendeko mit dazu. Einem Gerüst gleich mit verschiedenen Ebenen, hinter einer Leinwand, auf denen sich die Musiker verteilten boten IN FLAMES eine der genialsten Lichtshows, die ich je auf dem Wacken Open Air gesehen habe. Mittels perfekt angebrachter Projektoren wurde diese Szenerie genial beleuchtet und mit irren Effekten, wie dem scheinbaren Zusammenbrechen des Gerüstes belegt. Erst ab dem dritten Song "Trigger" kamen IN FLAMES dann komplett auf die Bühne, wieder einmal ganz in weiß gekleidet. Ein gelungener Kontrast zu der sonst auf dem Festival vorherrschenden Farbe Weiß. Zwischen unglaublichen  Pyroeffekten  und einer atemberaubenden Licht- und Lasershow spielten sich IN FLAMES durch ein bunt gemischtes Set. Die gesammelte Menge vor der Bühne war absolut aus dem Häuschen und das von der ersten Minute an. Frontman Anders kam gar nicht mehr aus dem Schnappschüsse vom Publikum machen heraus. Beim üblichen "wir hüpfen gemeinsam um die Wette" bekam er dann sein breites Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Mit dem berühmten großen Knall verabschiedete sich IN FLAMES auch dieses Mal von der Bühne. Viel gibt es zu diesem genialen Auftritt eigentlich nicht mehr wirklich zu sagen, außer dass die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit dieser Hammer-Band nach diesem Auftritt gewaltig angewachsen war. "Wacken - I wanna see ya all IN FLAMES!"

Setlist IN FLAMES:
Jester`s Door
Cloud Connected
Trigger
Where the Dead Ships Dwell
Only for the Weak
Reroute to Remain
Crawl Through Knives
Delight and Angers
The Quiet Place
The Chosen Pessimist
Fear Is the Weakness
Alias
The Mirror`s Truth
System
Deliver Us
Take This Life
My Sweet Shadow


Müde von dem langen und vor allem nassen Tag schlurften wir durch das mittlerweile komplett durchgeweichte Festival Gelände zu unseren Zelten und hofften auf ein wenig mehr Sonne am nächsten Tag.


Samstag

Geweckt von zahlreichen aufheulenden Motoren schafften wir es dann am letzten der drei Festival Tage doch nach ein paar Stunden Schlaf uns aus den Schlafsäcken zu quälen um die traurige Gewissheit zu bekommen dass es mit der so sehr erhofften Sonne noch nicht wirklich weit her war. Zahlreiche Festivalbesucher hatten ihre Sachen schon gepackt und sich auf den Heimweg gemacht. Da sich durch die Abfahrten der gesamte Boden an den Ausfahrten des Campingplatzes mittlerweile in ein komplettes Schlammloch verwandelt hatte, gelang es den Abreisenden fast nur noch mit Hilfe von anderen Festivalbesuchern und einer gehörigen Portion Anlauf vom Gelände zu gelangen. Leider war auch am Mittag noch immer kein Stroh oder andere Wasserbindende Maßnahmen in Sicht und so montierten pfiffige Festivalbesucher einfach kurzerhand die Campingplatzumzäunung ab, um so wieder ein wenig an Bodenhaftung für die permanent durchdrehenden Reifen zu gewinnen. Dies klappte auch erstaunlich gut. Kurze Zeit später wurden wir von den Wacken Firefighter angesprochen, ob wir ihnen denn nicht helfen könnten ihre Instrumente auf das Festivalgelände zu transportieren. Das ganze Gelände war von er Wackencrew für Autos aller Art gesperrt worden, zu extrem waren die Bedingungen an diesem Morgen. Nachdem auch dies geschafft war hörten wir noch ein freundliches Danke an uns für unsere Hilfe direkt von der Biergarden Stage. So gern ich PARADIESE LOST gesehen hätte, so sehr schreckte mich der erneute Regen ab. Erneut gossen sich wahre Sturzbäche vom Himmel und sorgten dafür dass wir unseren Aufenthalt unter unserem Pavillon ungewollt verlängern mussten.
So kam es das ich erst wieder viel zu spät zu DARK FUNERAL das Festivalgelände betrat. Irgendwie ist es schon eine Ironie des Schicksals, das ausgerechnet bei den Norwegischen Düstermetallern nun wieder die Sonne am Himmel brennt und es der band nicht gerade leicht machen mit ihrer Pyroshow dagegen anzukommen. Trotz des vollkommen durchnässen Festival Geländes war ich froh nun wieder dort zu sein und genoss die wärmende Sonne zum Auftritt der Norweger.

CRADLE OF FILTH sind ja nun nicht unbedingt als die beste Live Band der Welt bekannt. Von daher war ich dann doch neugierig ob sicher Weg auf das Festivalgelände gelohnt hatte. Wenigstens das Wetter hielt immer noch und man musste schon fast wieder Angst vor einem Sonnenbrand bekommen. Kurz und gut, der Weg aufs Gelände hatte sich gelohnt. CRADLE OF FILTH waren an diesem Wacken Samstag richtig gut drauf und rockten die Bühne ohne Ausnahme. Danny der Gnom sprang in seiner eigenen Art und Weise wie ein Gummiball über die Bühne und schaffte es den zahlreich anwesenden Fans zu zeigen das seine Stimme nun doch nicht so kaputt ist wie schon oft gemunkelt,. In erstaunlich guter Weise intonierte er einen Song nach dem andern, während sich der Rest der Band wie gewohnt in schweigendem Haare schütteln übte. Das Publikum hatte an dem gebotenen definitiv seinen Spaß, überall sah man die Haare fliefen, was angesichts der genialen Songs wie "Her Ghost In The Fog", "The Forest Whispers My Name" oder  "Cruelty Brought Thee Orchids" auch nicht verwunderlich ist. CRADLE OF FILTH haben an diesem Abend so ziemlich alles richtig gemacht. Bei dieser Setlist, gespickt mit einem Kracher nach dem anderen in Kombination mit einem durchaus sehr passablen Sound konnte kaum ein Kopf still gehalten werden.

Setlist CRADLE OF FILTH:
Humana Inspired To Nightmare
Heaven Torn Asunder
Tragic Kingdom
Honey And Sulphur
Gilded Cunt
Lilith Immaculate
Nymphetamine (Fix)
Her Ghost in the Fog
Ebony Dressed for Sunset
The Forest Whispers My Name
Cruelty Brought Thee Orchids
From the Cradle to Enslave

Trotz des am Horizont aufziehenden erneuten schlechten Wetters wagten wir pünktlich zu dem auf diesen Zeitpunkt verschobenen SCORPIONS den erneuten Weg auf das Festivalgelände. Bewaffnet mit regendichten Klamotten machten wir es uns an der am wenigsten schlammigen Stelle (und die reichte immer noch bis über den Knöchel) halbwegs mit einem Glas Bier gemütlich. Auch wenn ich kein wirklicher Fan dieser Band bin, so wollte ich diese Gelegenheit die SCORPIONS noch einmal zu sehen nicht verpassen. Seit 2006 befindet sich die Band ja bekanntlich auf ihrer mehr oder weniger Abschiedstournee, wer weiß vielleicht machen Klaus Meine und seine Mannen die in der Luft schwebenden Drohung doch nun einmal endlich wahr. Headliner typisch war auch an diesem Abend die Bühne für den großen Auftritt bestens vorberietet, eine große Menge an Lichtern und Bühnenkulisse war aufgefahren worden. Gespannt auf das was da kommen würde warteten wir seitlich der Bühne und wurden erst einmal negativ überrascht. Nicht vom Auftritt an sich, der wie man es von den SCORPIONS kennt gewohnt routiniert und mit Sonnenbrille geschmückt von statten ging, nein ausschlaggebend dafür war der nicht vorhandenen Sound. So leise das man sich noch bequem dabei unterhalten konnte. Erst nach einigen Liedern besserte sich die Situation und gleichermaßen begannen die Deutschen auch zu rocken. Das ganze Set des Abends kann man getrost als ein Best Of der SCORPIONS bezeichnen. "The Zoo", "Coast To Coast" und "Loving You Sunday Morning" sorgten für ein leichtes Kopfnicken der massenhaft anwesenden Fans, bevor dann mit "Rhythm Of Love" und "Raised On Rock" der Härtegrad deutlich gesteigert werden konnte. Passender Weise begann auch zu diesem Zeitpunkt erneut der regen einzusetzen, auf gut Deutsch es schüttete erneut wie aus Eimern und so machten wir uns frustriert auf den Weg ins VIP Zelt um den Frust mit ein paar Bierchen herunter zu spülen und den Rest der Show auf den dortigen Monitoren anzusehen. Zu "Coming Home" bleibt noch zu erwähnen das eine große Statue in Form der Pyramide auf die Bühne gezogen wurde, die mittels Flexbearbeitung durch ein paar leicht bekleidete Damen zu schönem Funkenflug angeregt wurde. Eine nette Showeinlage, bevor dann die großte Ballade der "Still Loving You" als Zugabe erklang. Beendet wurde dieses sicher nicht schlechte Set der Band mit dem allseits bekannten "Rock You Like A Hurricane". Insgesamt war dieser Auftritt sicher nicht der Beste in der Band Geschichte, gefallen hat er uns allerdings trotz allem richtig gut.

Setlist SCORPIONS:
Sting in the Tail
Make It Real
Is There Anybody There?
The Zoo
Coast to Coast
Loving You Sunday Morning
Rhythm of Love
Raised on Rock
Tease Me Please Me
Hit Between the Eyes
Dynamite
Kottak Attack
Blackout
Six String Sting
Big City Nights
Coming Home
Still Loving You
Rock You Like a Hurricane


Die letzte Band des Festivals, die ich unbedingt noch zu Gesicht bekommen wollte war WATAIN. In der Hoffnung eines ihrer spektakulären Live Rituale zu Gesicht zu bekommen machte ich mich ein letztes Mal auf zur Party Stage. Erstaunlicher Weise war die Band nicht wie gewohnt üppig mit Schweine Blut dekoriert und auch sonst wirkte die gesamte Show doch recht einstudiert. Wirklich spirituell war an diesem Auftritt nichts. Trotz allem aber heizten WATAIN zur späten Stunde das Höllenfeuer noch einmal so richtig ein und ich vergaß glatt wie nass und durchgefroren ich denn eigentlich war. Nachdem zum Abschluss als Huldigung an DISSEDCTIONs Jon Nödtveidt auch noch "The Somberlain" erklang wurde mein Eindruck von einem rundum guten Auftritt noch einmal bestätigt.

Setlist WATAIN:
Malfeitor
Sworn to the Dark
Total Funeral
The Serpent`s Chalice
Devil`s Blood
Reaping Death
Stellarvore
Hymn to Qayin
The Somberlain


Todmüde machten wir uns auf den langen Weg zum Zeltplatz um unsere trotz Regenzeug vollkommen durchweichten Klamotten gegen die letzten trockenen zu tauschen. Nach einer mehr als kurzen Nacht im eisig kalten Schlafsack waren wir alle froh die nassen Zelte wieder in unseren Autos verstaut zu haben und uns auf den langen Heimweg gen Süden zu machen.

Fazit: Noch nie habe ich ein solch nasses und verregnetes Wacken Open Air erlebt. Das erstaunliche dabei ist allerdings, dass trotz all dieser widrigen Umstände das Festival genauso viel Spaß mit sich gebracht hat wie die vielen trockenen Jahre vorher. Die Festival Organisation ging wirklich richtig gut mit all den widrigen Umständen um. Wenn man überlegt welch logistische Meisterleistung ein solches Festival nun eh schon ist und dann dazu noch die schleusenartigen Regengüsse zählt, dann bleibt da nun wirklich kein Platz mehr für Unzufriedenheit. Wir waren uns auf jeden Fall alle einig: Rain Or Shine - See Ya Next Year Wacken!

 

 



   
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
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