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Reviews:    Immortal - All Shall Fall


   

Immortal - All Shall Fall

Vö: 25.09.2009
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.immortalofficial.com

5/7 Punkten  von: Stefan



   

Mit "All Shall Fall" steht nun endlich das erste Immortal Album seit der Reunion in den Läden. Meine Erwartungen waren hoch, denn neben den ganz alten Immortal Veröffentlichungen gefallen mir auch die Neueren sehr gut (neben dem direkten Vorgänger vor allem "At the Heart of Winter" aus dem Jahre 1999). Mit Erwartungen ist das aber immer so eine Sache, denn manchmal sind sie einfach zu hoch...

Nach den ersten paar Durchläufen macht sich nämlich leider eine gewisse Ernüchterung breit, denn gut ist es ja was man hier zu hören bekommt, aber ist nach siebeneinhalb Jahren gut wirklich gut genug? Eher nicht... Die meistens im gehobenen Midtempo gehaltenen Songs sind alle durchaus gut, aber insgesamt klingen die Songs nicht mehr so zwingend und bissig wie früher. Nicht komplett auf den Punkt gebracht. Dazu kommt dann noch, dass mir der Schlagzeugsound – vor allem bei den Tom-Fills – zu künstlich klingt.

"All Shall Fall" ist ein guter Start, fällt im Gegensatz zu genialen Openern wie "Withstand the Fall of Time" oder "One by One" aber eindeutig ab – mit Göttergaben wie "Unsilent Storms in the North Abyss" und "The Call of the Wintermoon" möchte ich den Song aber lieber erst gar nicht vergleichen... Ein erstklassiger Song ist zum Beispiel "Hordes To War", welcher laut Rock Hard Interview ein Tribut an Quorthon sein soll und das hört man auch – der Song klingt extrem nach den schnellen Songs von "Blood, Fire, Death". Die zweite Bathory Hommage "Norden On Fire" ist dagegen epischer angelegt und hat etwas von den langsamen Tracks des gleichen Bathory Albums. Zwei coole Songs, aber ist es das was man von Immortal hören will? Ich hätte diese Songs – mit anderem Gesang – eher von den deutschen Morrigan erwartet, die es vorzüglich verstehen neue Songs mit den typischen Bathory Trademarks zu schreiben. "Arctic Swarm" ist dann ein solider, man könnte auch sagen durchschnittlicher Song, der aber dann auch etwas Besonderes zu bieten hat – das vielleicht schlechteste Gitarrensolo von Abbath. Grausam... "Mount North" ist dann mit seinen frostigen Riffs, seinem abwechslungsreichen Aufbau und dem eingängigen Chorus wieder ein echtes Highlight, und damit einer der besten Songs des Albums. Mit "Unearthly Kingdom" wird es dann zum Schluss noch mal episch, der Song geht also etwas in die "At the Heart of Winter" Richtung, baut aber im Gegensatz zu "Beyond the North Waves" vom Vorgänger etwas weniger Spannung auf. Hab ich einen Song vergessen? Ja, "The Rise of Darkness", aber das ist auch nicht schlimm, denn herausstechend ist der Song leider auch nicht...

Was bleibt als Fazit? Für die lange Wartezeit ist "All Shall Fall" auf jeden Fall enttäuschend, lässt man das aber mal außen vor, dann kann man trotzdem guten Gewissens von einem guten Album sprechen, welches ich auf eine Stufe mit "Damned in Black" stellen würde. Klingt zwar paradox, dass ein gutes Album eine Enttäuschung sein kann, aber wer hat denn gesagt dass das Leben gerecht ist? Meine Anspieltipps sind auf jeden Fall "Hordes To War" und "Mount North".




Tracks:

01. All Shall Fall
02. The Rise of Darkness
03. Hordes To War
04. Norden On Fire
05. Arctic Swarm
06. Mount North
07. Unearthly Kingdom


Running Time:  40:10




  

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